IntegRADsion mittendrin integrieren.

 

Dieses Projekt gibt jungen, geflüchteten Männern und Frauen die Möglichkeit, ihr neues zu Hause näher kennenzulernen und selbstständig zu erkunden, um so, mit einer gewissen Leichtigkeit ein Zugehörigkeitsgefühl zu ihrer neuen Umgebung zu finden. Und zwar mit dem besten Fortbewegungsmittel aller Zeit: Dem Fahrrad. Integration funktioniert dann am besten, wenn man im täglichen Kontakt mit dem Leben ist, in das man sich integrieren will. Dafür ist Mobilität im Großstadtleben wichtig. Flüchtlinge wohnen in Wien zum Großteil in Außenbezirken. Der Weg zum Unterricht bzw. in ihre neue Stadt ist nur durch öffentliche Verkehrsmittel möglich. Das wiederum erfordert ein Ticket, was die meisten nicht bekommen, außer sie haben das Glück noch im schulpflichtigen Alter zu sein, denn nur dann bekommen sie eine Schülerfreikarte. Für Flüchtlinge ist es, neben dem Erlangen eines positiven Asylbescheids und des Erlernens unserer Sprache, mindestens genauso wichtig, sich in Wien willkommen zu fühlen und nach und nach hier ein neues zu Hause zu finden, das nun das ihre ist.
Das Abrutschen von Asylwerbern in die Kriminalität, Arbeitslosigkeit und Gewalt hat, in den letzten Jahrzehnten Europa ́s nationalistische Bewegungen drastisch bestärkt, das kann verhindert werden. Wir alle können unsere Herzen und Geister öffnen und versuchen Lebensfreude zu schenken und Zukunftsperspektiven zu eröffnen, denn die Zukunft der Flüchtlinge ist auch unsere.

 

Wie das Projekt funktioniert:

Momentan arbeiten wir mit Männern, Frauen und Kindern in der Notunterkunft in der Vorderen Zollamtsstraße 7. 

Mit der großzügigen Fahrradspende aus der Seestadt Aspern konnten wir hier ein Fahrradleihsystem aufbauen. Seit Februar veranstalten wir regelmäßig Aktionsnachmittage mit den BewohnerInnen der Notunterkunft, in denen wir sie mit dem Ausleihsystem vertraut machen und gemeinsame Ausflüge unternehmen. Ab April wollen wir diese Nachmittage ausbauen und mehrere verschiedene Stationen anbieten z.B. eine Frauenradgruppe, Reifen flicken etc. 

Jeden Dienstag findet ein Reparaturnachmittag in der Selbsthilfewerkstatt Flickerei mit einer kleinen Gruppe interessierte aus der Notunterkunft statt. Hier ist das Ziel einerseits gemeinsam die Spendenräder fahrbereit zu machen und den jungen Männern somit zu ermöglichen einer regelmäßigen Tätigkeit nachzugehen und mit den erlernten Fähigkeiten ihre Zukunft in Österreich oder in ihre Herkunftsland zu bereichern. 

So kannst du mitmachen.

 

Rückblick auf das Projekt 2015:

Das Projekt IntegRADsion wurde 2015 als integrationsförderndes Projekt initiiert. Im letzten Jahr konnten wir 30 Fahrräder und Radpaten vermitteln. An gemeinsamen Reparaturnachmittagen in der Selbsthilfewerkstatt Flickerei lernten sich Flüchtlinge und WienerInnen kennen und nahmen zusammen Reparaturen an den Rädern vor. Die Räder wurden von den RadpatInnen oder SpenderInnen mitgebracht. Am Ende des Nachmittags bekam jeder Flüchtling sein repariertes Fahrrad inklusive Schloss und Licht. Und manche konnten auch neue Freundschaften aus den Nachmittagen mitnehmen.